Gewichtsdecken – Was ist das? Was bringen Gewichtsdecken?

Gewichtsdecken – was ist das?

Als Gewichtsdecken bezeichnet man spezielle Bettdecken, die den Schlaf verbessern und generell für ein entspanntes Schlafklima sorgen sollen. Sie werden auch als Therapiedecken eingesetzt und sind vielen Menschen daher unter diesem Namen geläufig. Ihre wichtigste Eigenschaft ist ihr hohes Gewicht, das sich gleichmäßig über die gesamte Fläche der Decke verteilt. Auf diese Weise wird der Schlafende angenehm umhüllt und beschwert.

Gewichtsdecken wurden erstrangig entwickelt, um während der Nacht Stress und Angstzustände vom Schlafenden fernzuhalten. Möglich ist dies durch den gleichmäßigen Druck, den die schweren Therapiedecken auf Muskeln, Sehnen und Gelenke ausüben. Der Körper wird im wahrsten Sinne des Wortes sanft beschwert und kann beruhigt und beschützt einschlafen.

Um das erhöhte Gewicht zu erreichen, werden die Therapiedecken nicht mit Daunen oder einer Textilfüllung befüllt, sondern enthalten kleine Gewichte wie zum Beispiel winzige Glaskugeln. Diese sind so in die Füllkammern eingenäht, dass sie sich gleichmäßig über den Körper verteilen und nicht im Inneren der Decke umherrutschen können.

Gewichtsdecken gibt es in verschiedenen Größen, darunter sowohl Modelle für Erwachsene als auch für Kinder. Wie auch bei herkömmlichen Bettdecken kann zwischen verschiedenen Varianten gewählt werden. Für einen optimalen Effekt wird eine Gewichtsdecke empfohlen, deren Eigengewicht etwa 10 % des Körpergewichtes ausmacht.

Was bringen Gewichtsdecken?

Als Freizeit- und Therapiedecken werden Gewichtsdecken mittlerweile vielseitig eingesetzt. Im Fokus stehen dabei Schlafbeschwerden und Schlafstörungen jeder Art, Stress, Angst und Panikattacken. Weiterhin werden die Therapiedecken auch gegen ADHS und Autismus bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt. Auch in der Behandlung von Demenz und Alzheimer zeigen erste Studien vielversprechende Ergebnisse.

Aber was bringen die Therapiedecken konkret, und wie wirken sie auf den Körper ein? Hier spielt vor allem das hohe Gewicht der Decken eine Rolle. Durch die schwere, gleichmäßig über den Körper verteilte Füllung werden die Hormone Serotonin und Melatonin ausgeschüttet. Serotonin ist landläufig als Glückshormon bekannt und hat eine positive Wirkung auf den generellen Gemütszustand. Melatonin ist ein Schlafhormon, das die Entspannung fördert. Auf diese Weise wird das Einschlafen erleichtert und die Schlafqualität insgesamt verbessert. Der Benutzer schläft tiefer, entspannter und friedlicher.

Die entspannende Wirkung entfaltet sich aber nicht erst im Schlaf, sondern kann auch gezielt eingesetzt werden, um am Abend nach einem stressigen Tag auf dem Sofa zu entspannen. Auch hier wirkt die schwere Gewichtsdecke beruhigend und entspannend.

Für die Herstellung der Therapiedecken werden bevorzugt natürliche, atmungsaktive Materialien wie Baumwolle verwendet. So entsteht ein behagliches und angenehmes Schlafklima, das den Schlafenden warm umhüllt, ohne allzu viel Hitze unter der Decke zu stauen. Während der Sommermonate kann die Gewichtsdecke zudem mit einem leichteren Sommerbezug verwendet werden, um ein optimales Schlafklima zu erzielen.

Gewichtsdecke für Kinder?

Auch Kinder können Gewichtsdecken prinzipiell nutzen, allerdings sollten diese mindestens 20 Kio wiegen und über 5 Jahre alt sein, damit das Kind jederzeit die Decke von sich entfernen kann.

Vorsicht ist auch Geboten bei Menschen mit chronischen Erkrankungen. Leiden Sie etwa an Asthma, sollten Sie zunächst mit Ihrem Arzt sprechen.